Pokal-Krimi: Endspiel

4er Pokal Halbfinale: Klingenberg – Mömbris 2:2 (Berliner Wertung 7:3)

Ein Schach-Krimi entstand beim Pokal-Spiel gegen Mömbris, welcher dem Buch/Tatort-Film „Endspiel“ in nichts nachsteht.

Dieser begann um 14:00 (eine Vorverlegung war aufgrund der Geburtstagfeier von Bernd nicht mit dem nötigen Schlafpensum zu vereinen). Nach drei Stunden Spielzeit sah es für den Kiebitz noch nach Losentscheid aus. Während an Brett 1 bei Christoph ein vorteilhaftes Endspiel mit aktiven Läufern gegen Springer bei Bauern auf beiden Seiten stand und bei Bernd an Brett 4 ein komplexes, angriffgeprägtes Mittelspiel mit der etwas sicheren Königsstellung bei vollem Brett entstanden ist, waren an Brett 2 bei Jürgens Gegner aktive Türme und Springer zu Gange und Manuel an Brett 3 konnte schon nur nach Tricks suchen. Dies hätte also ein 2:2 bei gleicher Berliner Wertung bedeutet und nach den Pokalregeln dann ein Losentscheid.

Kurze Zeit später sah die Welt aber als Zuschauer bereits anders aus. Während an Brett 4 ein Turm eingestellt wurde und Brett 3 ebenfalls für uns verlor, mussten wir an Brett 1 und 2 voll punkten. Jürgen konnte den Druck gegen den schwachen Bauern d4 nutzen und sein Stellung nach und nach weiter verbessern während Christophs Gegner sich umsichtig verteidigte und keinen direkten Sieg zuließ.

Die erste Zeitkontrolle wurde von allen Parteien noch sehr souverän geschafft, aber im Pokal kommt nur eine halbe Stunde Zusatzbedenkzeit (ohne Inkrement) hinzu, so dass bald an beiden Brettern alle Spieler unter die 5 Minuten-Marke fielen. Christoph lonntr zumächst seinen König aktiv im Zentrum platzieren und der verbliebene Läufer dominierte den gegnerischen Springer, wobei die Remisbreite lange Zeit noch greifbar war. Nach einigem Lavieren opferte Christoph seine Zentralbauern und eroberte die Damenflügelbauern, um seinen Randbauern (die Schwäche eines Springers) zum Matchwinner werden zu lassen.

Jürgen hatte drei Bauern auf dem Königsflügel gegen einen Bauern auf dem Damenflügel (bei jeweils T+S) und entschied sich für den riskanteren Plan den König gegen den gegnerischen Bauern zu aktivieren, statt seine Bauern vorrücken zu lassen und den abgeschnittenen König seines Gegners auf der Grundreihe auszunutzen. Zwar konnte Jürgen den gegnerischen Bauern mit Turmtausch erobern, allerdings war sein König nun an dem falschen Flügel und sein Gegner drohte selbst mit König und Springer die verbliebenen Bauern abzuholen. Mit wenigen Sekunden auf der Uhr fand sein Gegenspieler allerdings nicht die Remisvarianten und Jürgen konnten den vollen Punkt einfahren.

Somit konnten wir uns knapp durchsetzen und spielen nun im Finale gegen Bad Neustadt, welche gegen ersatzgeschwächte Bad Königshofener (wegen paralleler Frauen-Bundesliga) mit 2:2 und besserer Berliner Wertung gewinnen konnten.

Christoph Lipok – Michael Pfarr 1:0 Jürgen Wambach – Markus Susallek 1:0 Manuel Flach – Ulrich Fischer 0:1 Bernd Zöller – Jonathan Simon 0:1

[ms]


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